Wüste, Wein und wirklich gutes Fleisch … wir sind zurück in Argentinien

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30.09.2013 – 22.10.2013

(Susques, Purmamarca, Quebrada de Humahuaca, von San Salvador de Jujuy nach Salta, von Salta nach Cachi durch den Parque Nacional Los Cardones, durch die Valles Calchaquíes von Cachi nach Cafayate, Belén, Fiambalá, von Fiambalá in Richtung Chilecito, Ausharren der RN 40 Sperrung bei Sañogasta, Villa Unión, Parque Nacional Talampaya, von Villa Unión nach San José de Jáchal, Rodeo, Barreal, Parque Nacional El Leoncito, Uspallata, Mendoza)

Da waren wir nun also – zu Viert in Argentinien. Ein Land, das Florian und ich das letzte Mal ganz zu Beginn unserer Reise im März besucht hatten – und dazu noch im Osten des Landes. Für uns war es also praktisch genauso neu, wie für meinen Vater und Kristin.

Die wirtschaftliche Lage Argentiniens hat sich leider seit unserem letzten Besuch weiter verschlechtert und die Inflationsrate liegt inzwischen bei über 10%. Für das Land ist es eine Katastrophe und die derzeitige Entwicklung erinnert an denStaatsbankrott von 2001. Da viele Menschen bei der damaligen Abwertung des Peso große Teile ihres Ersparten verloren, versuchen sie nun ihr Geld in stabilen Devisen zu sichern. Daher blüht der Schwarzmarkt für US Dollar und Euro, wovon wir, als Reisende, natürlich extrem profitieren. Da wir uns im Vorfeld mit US Dollars eingedeckt haben, können wir diese nun für fast 10 Pesos pro Dollar statt dem regulären Wechselkurs von 5,9 Pesos pro Dollar tauschen – effektiv sparen wir daher fast 50%!

Unser Plan beim Grenzübertritt von Chile nach Argentinien war also der Besuch eines solchen Schwarzmarktes, um einige unserer Dollars gegen Pesos zu tauschen. Allerdings mussten wir dafür erstmal die einsamen Hochland-Ebenen an der Grenze verlassen und wieder in belebtere Gegenden kommen.

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Karges Hochland beidseits der chilenisch-argentinischen Grenze.

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Immer wieder windet sich die Straße aus dem Hochland über Bergketten, bis man tiefer gelegene Regionen erreicht.

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Irgendwann wachsen wieder Bäume und vor allem auch Kakteen in den trockenen Tälern.

Nach einer stürmischen Nacht im Nirgendwo setzte sich also unsere Reisegruppe wieder in Bewegung. Wohin uns der Tag bringen würde, wussten wir noch nicht. Die Hauptsache war erstmal, dass wir aus der Kälte kamen Smiley. Und so fuhren wir über Susques weiter aus den Bergen hinab bis in die Quebrada de Humahuaca und machten einen kleinen Stopp in Purmamarca.

Die Quebrada de Humahuaca gehört zum UNESCO Weltnaturerbe und beeindruckt durch ihre unglaublich farbigen Gebirgszüge. Purmamarca zum Beispiel, beherbergt den Cerro de Siete Colores (den Berg der sieben Farben). Die verschiedenen Farbschattierungen entstehen dabei durch die hohe Konzentration unterschiedlicher Mineralien in den Gesteinsschichten der Berge. Auch wenn wir bunte Berge schon aus Bolivien kannten, setzt die Quebrada de Humahuaca diesen aber noch mal eine Krone auf, scheint es hier doch Berge in jeder Farbe des Regenbogens zu geben. Ein richtig schöner Anblick – vor allem im Sonnenlicht!

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Purmamarca mit dem “Cerro de Siete Colores”.

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Hier nicht sieben, dafür aber immerhin vier verschiedene Farben Gestein.

Lange blieben wir jedoch nicht, denn es war noch Vormittag und so zogen wir weiter die Straße Richtung San Salvador de Jujuy entlang. Die Gegend hier ist hügelig und von Wald bedeckt, das Klima subtropisch und schon recht warm. Auf unserer Durchreise durch die 230.000 Einwohner Stadt, wurden nur schnell unsere Tanks gefüllt und weiter ging es über eine traumhafte Straße nach Salta – unserem finalen Ziel des Tages. Lianen und Flechten wachsen an den großen Bäumen entlang der Straße. Die kühlen Hänge der Berge überziehen subtropische Wälder mit unzähligen Bromelien, die im Sonnenlicht in allen erdenklichen Grüntönen leuchten.

Salta – die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz – erreichten wir am späten Nachmittag und suchten uns unseren Weg durch das Gewirr der Großstadt, um zum Campingplatz Carlos Xamena zu gelangen. Ein riesiges Gelände erwartete uns – 500 Zeltplätze soll es hier geben, alle um einen leeren, gigantischen Pool verteilt. Für zwei Tage sollte der städtische Campingplatz unser zu Hause sein. Bei angenehmen 24°C wollten wir unsere Ankunft in Argentinien noch am gleichen Abend mit einem gemütlichen Grillen feiern. Bis in den späten Abend hinein saßen wir also zusammen, aßen und tranken das in Salta gebraute Bier, während einige andere Reisende aus Frankreich, Italien, Chile und den USA ebenfalls ihren Weg auf den großen Campingplatz fanden.

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Der gigantische – aber eben völlig leere – Pool auf dem Campingplatz von Salta.

Auch am nächsten Tag blieben wir in der Stadt, denn am Pinzi sollten nun vor allem die defekten Stoßdämpfer ausgetauscht werden, die mein Vater und meine Schwester aus Deutschland mitgebracht hatten. Außerdem waren wir von dem chilenisch/ amerikanischen Pärchen – so wie eigentlich jeder andere Reisende auf dem Campingplatz auch – für den Abend zum Asado eingeladen worden. Da wir ein gemütliches Abendessen in kleinem Kreis geplant hatten, wollten wir eigentlich nur mal kurz vorbeischauen, aber der Abend wurde richtig nett – nicht nur wegen dem vielen Bier, spannender Geschichten und schottischer Dudelsack-Einlage. Es war zusätzlich auch noch der 40. Geburtstag von Orleaine, die uns allen eine französische Apfeltarte und einen saftigen Schokoladenkuchen servierte.  Wir lauschten den abenteuerlichen Geschichten des Chilenen Rick, der mit seiner Freundin Jocelyn schon einmal einen Anhalter mit seinem verletzten Esel in ihrem Wohnwagen 100km zum nächsten Tierarzt gefahren hat, oder den Erzählungen einer über 70-jährigen Italienerin, die seit 15 Jahren alleine mit einem Toyota HZJ in der ganzen Welt unterwegs ist. Neben den Franzosen David und Orleaine, die mit ihren drei Jungs zwischen 5 und 15 Jahren von Alaska nach Feuerland fahren, waren auch noch einige Argentinier in unserer Runde … es wurde also viel und laut erzählt an diesem wirklich abwechslungsreichen Abend Smiley.

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Von links nach rechts: Alejandro (Argentinier), Rick (Chilene) und David (Franzose).

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Bei Bier und gegrilltem Fleisch kann Katja nicht wiederstehen Zwinkerndes Smiley.

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Jocelyn (USA) und ein weiterer, argentinischer Freund.

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Eine recht internationale Geburtstagsfeier für Orleaine (am Tisch sitzend, links).

Der nächste Tag bedeute dann jedoch unseren Aufbruch aus Salta – jedoch nicht ohne vorher auf dem Schwarzmarkt endlich unsere Dollars zu tauschen. Während Kristin und Papa außerhalb der Innenstadt auf uns warteten, machten wir uns auf den Weg zum Schwarzmarkt, der sich in der nordwestlichen Straße der Plaza 9 de Julio befindet. Neben den offiziellen Casas de Cambio (Wechselstuben) schlendern hier unauffällig aussehende Männer mittleren Alters entlang, die im Vorbeigehen ein leises “Cambio?” von sich geben. Ganz so, wie man diese Männer direkt als die “Geldtauscher” ausmacht, so erkennen sie im Gegenzug auch gleich diejenigen, die sie ansprechen können. Mit Blicken wird man sich also einig und anschließend weiter in ein nahegelegenes Café oder Restaurant geführt, wo der zweite „Mitarbeiter” der Geldtauschergruppe zu uns stieß – ein bisschen, wie eine geheime Übergabe in einem Agentenfilm Smiley.
Nach den Verhandlungen über den Wechselkurs legt man seine Dollar auf den Tisch und erhält einen riesigen Stapel argentinische Pesos. Wir konnten an diesem Tag in Salta 9,3 Pesos pro Dollar bekommen, sahen uns die Scheine genau an (es sollen gefälschte Hunderte im Umlauf sein) und zählten die Summe nach, bevor wir das Restaurant wieder verließen und mit einer Tasche voll Geldscheinen zu Kristin und Papa zurückkehrten.

Dann konnte unsere Reise an diesem Tag endlich losgehen und führte uns durch traumhafte Landschaften in Richtung Cachi. Die Sonne schien, es war herrlich warm und die kargen Wüsten wurden von den Cardones beherrscht, den beeindruckenden Kandelaberkakteen. Diese zum Teil baumhohen Riesenkakteen wachsen nur wenige Millimeter im Jahr und sind besonders in den ersten Jahren auf schattenspendende kleine Büsche angewiesen. Ohne diese würden sie im rauhen Wüstenklima, in dem die Sonne jeden Tag unerbittlich vom stahlblauen Himmel brennt, unweigerlich vertrocknen.

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Eine Ebene voller Kandelaberkakteen im “Parque Nacional Los Cardones”.

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Viele der Kakteen sind weitaus größer als 4m.

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Auf dem Weg nach Cachi durchquerten wir den “Parque Nacional Los Cardones”.

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Die stacheligen Dornen können 10 bis maximal 15cm lang werden.

Cachi ist eines der nördlichsten Städtchen in den Valles Calchaquíes und liegt mit seinen weiß-getünchten Häusern auf 2.280m. Der Ort besticht durch seine Ruhe und Gelassenheit, die hübsche Plaza und die aus Kakteenholz gefertigten Straßenschilder. Außerdem soll es hier an 350 Tagen im Jahr Sonnenschein geben, von dem wir bei unserer Ankunft auch in Empfang genommen wurden. Aufgrund des herrlichen Klimas und der erhöhten Lage ist Cachi zu einem bekannten Trainingslager für Hochleistungssportler geworden.

Unsere erste Begegnung mit “Sportlern” hatten wir dann auch gleich auf dem Camping Municipal – dort fand bei unserer Ankunft  eine Jugendsport-Veranstaltung statt, die praktisch den gesamten Platz wie auf einem Musikfestival mit Zelten besiedelte: Hunderte Jugendliche und daher recht häufig blockierte Bäder und Toiletten waren die Folge. Aber zu unserer Überraschung lief es selbst nachts erstaunlich gesittet ab Smiley. Wir ließen uns daher nicht weiter von den Menschenmassen stören, bezogen ein eigenes kleines Plätzchen und saßen, vom Lagerfeuer gewärmt, bis spät Abends draußen.

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An der hübsch-eingefassten Plaza von Cachi.

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Abends am Feuer.

Um endlich weiter in den Süden zu kommen, ging es am nächsten Tag direkt weiter – den Valles Calchaquíes folgend in Richtung Cafayate. Eine herrliche Strecke, vorbei an Wüste, saftig grünen Feldern voller Kräutern, Anis und Cumin, Weinbergen und im Wind wehenden Weiden – eine wirklich wunderschöne Landschaft, die uns bis nach Cafayate, dem zweitwichtigsten Wein-Hot-Spot Argentiniens, begleitete.

Auf 1.683m liegt dann das hübsche Cafayate, das trotz seiner vielen Bodegas und Touristen sein Kleinstadt-Feeling nicht verloren hat. Die Geschäfte reihen sich um die Plaza und einen richtigen Supermarkt gibt es nicht – man kauft sich also seine Lebensmittel bei diversen Händlern zusammen Smiley. Um nicht jeden Tag fahren zu müssen hatten wir beschlossen, zwei Tage in diesem netten Städtchen zu bleiben und quartierten uns auf einem der vielen Campingplätze am Ortsausgang ein.

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Das wirklich hübsche Städtchen Cafayate mit den hier überall wachsenden Weinreben im Hintergrund.

Für den Abend hatten wir einen Besuch der “Casa de las Empanadas” geplant, dem wohl besten Empanada-Imbiss Argentiniens, der mit bekritzelten Wänden und Energie-Sparlampen-Charme aufwartet. Das klingt vielleicht fragwürdig, war aber ein – nicht nur kulinarisches – Highlight! Nachdem der Imbiss endlich aufgemacht hatte (eigentliche Öffnungszeiten sollen ab 20Uhr Abends sein … 20.45Uhr war’s dann aber tatsächlich soweit), verbrachten wir gute drei Stunden dort, probierten uns durch die gesamte Speisekarte und spülten die mit allerlei Köstlichkeiten gefüllten Teigtaschen mit reichlich Rotwein hinunter. Ein schöner, lustiger Abend – auch wenn wir uns anschließend ziemlich kugelrund nach Hause schleppten Smiley.

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Ein herrliches Festmahl – wir waren froh, dass es “nur” 12 verschiedene Empanada-Sorten gab Smiley.

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In dem kleinen Restaurant kann sich jeder Gast nach Lust und Laune an den Wänden verewigen … wenn er noch ein freies Plätzchen findet Zwinkerndes Smiley.

Nachdem wir am nächsten Tag in der Sonne gefrühstückt hatten, brachen wir zum Río Colorado im Hinterland von Cafayate auf. Anders als sein Namensvetter in den USA, handelt es sich hier um einen recht kleinen Gebirgsbach, der einem Tal hinab in die Ebene folgt. Große Steine, Bäume und viele natürliche Pools sind dabei an seinen Ufern zu finden, denen wir Fluss-aufwärts in die Hänge folgten. Bei der Sonne und Wärme war daher selbstverständlich, dass wir uns irgendwann einen Pool aussuchen und uns in dem eiskalten, klaren Wasser ein wenig abkühlen würden … nur, um uns danach in der Sonne wieder aufzuwärmen Smiley. Eine richtig schöne Wanderung!

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Dem Flussbett folgend, wanderten wir den Río Colorado entlang.

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Überall begannen gerade die Büsche und Bäume Blüten zu treiben – dieser hier stand schon in voller Pracht.

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Immer wieder unterbrachen klare Pools den Flusslauf – einer schöner als der andere.

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An einem besonders schönen Pool machten wir schließlich Pause und kühlen uns ab.

Zurück am Campingplatz wollten wir eigentlich nur schnell ein paar Sachen wechseln und dann zu einer der vielen Bodegas zur Wein-Degustación. Ausgesucht hatten wir uns dabei die Bodega Domingo Hermanos, die in Laufentfernung lag und nicht nur Wein, sondern auch Käse zur Verköstigung anbot Smiley. Doch als wir zu den Öffnungszeiten dort eintrudelten, waren die Tore der Bodega verriegelt – wie man uns sagte, gäbe es in Cafayate an diesem Wochenende eine kirchliche Veranstaltung und die Bodega sei daher geschlossen.
Also veranstalteten wir kurzerhand unsere eigene Degustación auf dem Campingplatz, die mit einem Grill und anschließendem Lagerfeuer abgerundet wurde Smiley.

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Unsere eigene “Degustación” auf dem Campingplatz, abgerundet mit einem Gläschen Pisco Sour und herrlichem Steak.

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Die liebe Hündin, die uns auf dem Campingplatz von Cafayate adoptiert und jede Nacht unter unserem Auto geschlafen hat Smiley.

Bei all der schönen Zeit zusammen, brachte der nächste Tag die traurige Gewissheit, dass uns Kristin und Papa schon in zwei Tagen wieder verlassen müssen. Bis Santiago de Chile war es noch ein weiter Weg, den die beiden unmöglich in nur einem Tag  zurücklegen konnten – sie würden also am ersten Tag versuchen Mendoza zu erreichen und am zweiten über die Grenze nach Santiago fahren. Von daher sollten sich unsere Wege schon drei Tage vor ihrem Abflug aus Chiles Hauptstadt wieder trennen. Zur Gesamtstimmung passte es an diesem Tag dann ebenfalls ganz gut, dass wir die scheußlichen Thermen von Hualfin (eine Baracke ohne Fenster mit einem wassergefüllten dunklen Loch im Boden – wir haben da irgendwie andere Vorstellungen von schönen Thermen) links liegen ließen und dafür auf einem dreckigen und viel zu teuren Campingplatz in Belén mit unfreundlichem Besitzer landeten.

Aber wenigstens gab es am nächsten Tag noch einen kleinen Höhepunkt, denn wir fuhren mit den beiden in die hervorragend Thermen bei Fiambalá. Kein Vergleich zu den Thermen, die wir in Hualfin gesehen hatten. Mehr als 40°C hat das Wasser, wenn es in Fiambalá aus dem Berg kommt, sich auf die insgesamt 14 Natursteinpools verteilt und dabei langsam an Wärme verliert. Von über 40°C bis ungefähr 20°C findet hier jeder seine “Lieblingsbadewanne”, genießt den herrlichen Blick in das Wüstental und die fast zahmen Sierra Finken, die von Ast zu Ast hüpfen. Ein erholsamer, letzter gemeinsamer Tag, der nur ein wenig durch den heftigen Wind gestört wurde.
Dennoch trotzen wir diesem, grillten ein letztes Mal in gemütlicher Runde und beendeten mit dem aus Cafayate stammenden, aromatisch-trockenen Torrontés Weißwein unsere gemeinsame Reisezeit.

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Kristin und ich bildeten die “Vorhut” auf dem Weg nach Fiambalá Smiley.

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Zwei der insgesamt 14 Thermalpools in Fiambalá..

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Ein Grey-Hooded Sierra Fink Weibchen – nur einer von vielen, überhaupt nicht scheuen Vögeln an den Thermen.

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Unsere beiden Reisefahrzeuge.

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Im Windschatten unserer Autos konnten wir dennoch ein letztes Mal grillen.

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Gemeinschaftsbild unserer “Reisegruppe” – vielen Dank für den Besuch und die schöne Zeit!

Nach einem Frühstück am nächsten Morgen brachen Papa und Kristin dann in den Süden auf … und Florian und ich schauten ein wenig wehmütig hinterher. Wie schnell doch die gemeinsame Zeit vergangen war. Ob es den beiden wohl trotz der vielen Fahrerei gefallen hatte? So eine “Reise” ist eben doch anders als ein “Urlaub”. Ob wir nicht doch irgendetwas anders hätten planen müssen?
Wie es wohl nun werden würde, wieder alleine unterwegs zu sein …

Um diese Frage nicht direkt beantworten zu müssen und uns erst einmal selber darüber klar zu werden, was wir auf unserem Weg in den Süden sehen wollten, beschlossen wir kurzerhand einen weiteren Tag an den Thermen zu bleiben. Während die Naturpools fast den ganzen Tag von einem Trupp Männer aus der Stadt mit Schrubbern und Bürsten von Algen befreit wurden, saßen wir in der Sonne und studierten die Reiseführer.

Erst am nächsten Morgen, nach einem letzten Bad in den wunderbaren Thermen, machten auch wir uns wieder auf den Weg in den Süden, ließen einen Reifen in Tinogasta flicken und kauften mehrere riesige Olivengläser aus der Region. Die ersten davon wurden gleich am Nachmittag verspeist, als uns ein Sandsturm in der Wüste zum Rückzug in den Pinzi zwang.

P1090110 - Argentinien 2 Hier noch ganz harmlos, war der Sandsturm am Nachmittag gar nicht so lustig – zum Glück gab’s Oliven und kaltes Bier Smiley.

Der nächste Tag führte uns weiter in Richtung Chilecito. Wind, Wüste und Wein charakterisierten diesen Tag. Kilometerweit ziehen sich hier die Weinfelder und Olivenhaine durch die Landschaft und Wasserkanäle bringen das nötige Nass zur Tröpfchenbewässerung heran. Bevor die RN40 hinter Sañogasta höher in die Berge führte, hielten wir an einem verlassenen Campingplatz – trafen drei Argentinier, die sich mit Wein, Brot und Käse den Nachmittag vertrieben – und blieben dort. Kolibris schwirrten durch die Lüfte. Sieben verschiedene Arten konnten wir an den gelben Blütenpflanzen ausmachen – dabei eine faszinierender als die andere. Wären diese kleinen Viecher doch nur nicht so verdammt schnell Zwinkerndes Smiley.

Das Ziel für den nächsten Tag sollte eigentlich Villa Unión und der Nationalpark Talampaya sein, doch nach nur sechs gefahrenen Kilometern standen wir plötzlich vor einer Voll-gesperrten Ruta 40! Öltonnen standen auf der Straße und ein winziger DINA4 Zettel mit Schriftgröße 14 wies und darauf hin, dass dieser Abschnitt der Ruta vom 07.10.-11.10. komplett gesperrt sei. In diesem Moment klappte uns beiden der Mund auf und wir sahen uns an – auch Kristin und Papa waren hier vor zwei Tagen entlang gekommen und in die Vollsperrung gefahren – ohne gutes Kartenmaterial zur Hand und noch vielen, vielen Kilometern bis Mendoza vor sich. Wir wollten uns gar nicht ausmalen, wie die Stimmung der beiden zu dem Zeitpunkt gewesen sein muss.

Da uns ja nichts weitertrieb, verbrachten wir den 11.10. einfach noch einmal auf dem verlassenen Campingplatz San Martino, beobachteten die Kolibris und genossen die Abgeschiedenheit des einsamen Tals. Wir konnten schließlich auch einfach am nächsten Tag, bei wieder geöffneter Straße, weiterfahren.

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Blick vom verlassenen Camping San Martino in das vor uns liegende Tal.

Und das taten wir dann auch. So brachte uns die Straße aus den Bergen wieder zurück in die Wüste und die Temperaturen kletterten unbarmherzig auf über 30°C als wir Villa Unión erreichten. Seit Tinogasta war dies die erste größere Stadt, die wir passierten, und so nutzen wir die Chance einzukaufen und zu Hause anzurufen. Mein Vater und Kristin sollten eigentlich schon wieder zurück in Deutschland sein und wir wollten uns erkundigen, ob auf ihrer Rückfahrt noch andere Dinge – abgesehen von der RN40 Sperrung – dazwischen gekommen waren. Doch alles war gut verlaufen und sie waren sicher in Deutschland gelandet.

Villa Unión bot jedoch nicht nur die Möglichkeit zum einkaufen, sondern praktischerweise liegen gleich zwei weitere UNESCO Weltnaturerbe vor der Haustür – der Nationalpark Talampaya und der Parque Provincial Ischigualasto. Beide Parks sind zwar leider – mal wieder – nur mit Guide zu besichtigen, aber wir wollten auf unserem Weg nach Süden zumindest einen der beiden Parks besuchen und über die Guide-Pflicht hinwegsehen. Entschieden haben wir uns für den Nationalpark Talampaya. Auch wenn uns dieses “Touristen-Managment” (man wird in Kleingruppen mit Minibussen in den Canyon gefahren, darf an bestimmten Stationen aussteigen, aber ja nicht den markierten Bereich verlassen!) gegen den Strich geht, kann man nicht an allen Sehenswürdigkeiten mit Guide-Pflicht vorbeifahren.

Talampaya ist eine beeindruckende Schlucht mit bis zu 180m hohen, leuchtend roten, glatt-geschliffen Felswänden. Bizarre, freistehende Felsformationen prägen weiterhin den Nationalpark der Provinz La Rioja. Geologisch gehört Talampaya zur Sierra Los Colorados, die vor über 250 Millionen Jahren im Perm geformt wurde. Ebenso wie sein Nachbar Ischigualasto, ist der Nationalpark Talampaya eine wahre Fundgrube für die Paläontologen dieser Welt. Hier liegen die Schichten des Erdmittelalters nicht kilometertief begraben, sondern offen zu Tage. Beispielsweise wurden in Talampaya der Lagosuchus talampayensis gefunden, ein Bindeglied zwischen den Archosauriern (enge Vorfahren der heutigen Krokodile und Vögel) und Dinosauriern.

Am frühen Vormittag fuhren wir mit unserer Minibus-Gruppe in den Canyon – die Sonne brannte noch nicht so heiß und die Felswände erstrahlten in beeindruckenden Farben. Trotz der im Park herrschenden Trockenheit hat sich im Schatten der hohen Felswände ein kleiner botanischer Garten gebildet. An die 20 verschiedenen Kakteen, Büsche und Bäume gedeihen hier, während Guanakos und Maras durch den Canyon ziehen und der Kondor sich oberhalb der Schlucht durch die Lüfte tragen lässt.

Wir hielten an Felszeichnungen früherer Indígena-Stämme der Umgebung, die sich in den Felsen des Canyons verewigt hatten und bestaunten in den hinteren Teilen des Canyons die bizarren Felsformationen, wie den “Mönch” (El Monje) und “La Tortuga” (die Schildkröte). Insgesamt war es eine, trotz allem, lohnende Exkursion in den Canyon, die uns für 2,5h ca. 22€ pro Person kostete. Wenn wir die Schönheiten des Nationalparks allerdings ohne all die Minibusse und Touristentrauben hätten erkunden können, hätten wir diesen stolzen Preis sehr viel lieber gezahlt Zwinkerndes Smiley.

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Ein Nandu spazierte am Eingang zur Talampaya-Schlucht unter einem Algarrobo-Baum entlang.

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Nur eine von vielen Felszeichnungen auf dem roten Sandstein der Schlucht.

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Im Schatten der Felswände gedeihen sogar einige Pflanzen trotz der Wasserknappheit und Hitze.

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Zum Schutz gegen die Verdunstung von zu viel Wasser haben viele Pflanzen nur kleine Blätter ausgebildet.

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Die Erosion hat hier bizarre Felsformationen entstehen lassen.

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Der Río Talampaya fließt als winziges Rinnsal durch die Schlucht, eine Notwendigkeit für die hier lebenden Maras.

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Die markanten Steilwände rahmen die Schlucht des Río Talampaya ein.

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Besondere Felsformationen erhalten Namen, wie der “Torre” (Turm; rechts im Bild).

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Das Bild der roten, hohen Sandsteinwände vor dem blauen Himmel war einfach beeindruckend.

Nach dem Besuch der Schlucht fuhren wir nur noch ein paar Kilometer weiter und verbrachten den Rest des heißen Tages in der Wüste. Lange konnten wir draußen sitzen und am Abend wieder den herrlichen Sternehimmel bestaunen.

Über San José de Jachál ging es am nächsten Tag vorbei am traumhaften Río Jachál in Richtung Rodeo, am Ufer des gleichnamigen Stausees. Wie der Lake Powell in den USA liegt der türkisfarbene See zwischen Sandsteinfelsen und wirkt wie der gespiegelte Himmel zwischen den Bergen. Rodeo liegt am Südufer des Stausees in einem dichten Pappelwald, den wir aus der Ferne in seinem frischen Grün leuchten sahen, als wir uns einen Übernachtungsplatz am Nordufer suchten und einen beeindruckenden Sonnenuntergang über dem See miterlebten. Die Farben waren unglaublich!

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Bei völliger Windstille am Vormittag spiegelten sich der Himmel und die Felsen in dem türkisfarbenen Wasser.

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Am Abend leuchtete der Himmel über dem See in herrlichen Farben.

Bekannt ist Rodeo vor allem bei Windsurfern aus aller Welt, denn ab 14Uhr Nachmittags zieht verlässlich ein steter Wind – immer aus der gleichen Richtung – über den See und garantiert perfekte Surf-Bedingungen. Wir nutzten das verschlafene Städtchen mit seinen grünen Alleen jedoch nicht fürs Surfen, sondern um endlich mal wieder eine Dusche zu bekommen. Als einzige Gäste auf dem Campingplatz genossen wir den Tag und beobachteten Abends die Blitze ferner Gewitter, die den Himmel erhellten, während wir vor unserem Lagerfeuer saßen.

Rodeo lag auf unserer Route nach Süden, da uns Bernard und Joëlle, die Franzosen, die wir in Cusco kennengelernt hatten, von der Strecke nach Uspallata so vorgeschwärmt hatten. Rückblickend müssen wir allerdings sagen, dass die Strecke nicht unbedingt zu unseren Highlights gehörte, mit dem Blick auf die Schnee-bedeckten Anden aber durchaus schön war. Es liegt eben auch immer daran, was man vorher schon gesehen hat und aus welcher Richtung kommend man die Strecke fährt. Für Bernard und Joëlle, die aus dem Süden kamen, muss die Kargheit der Strecke etwas Besonderes gehabt haben – für uns, die wir bereits aus den kargen Wüsten des Nordens kamen, war es weniger spektakulär.

Den nächsten bemerkenswerten Halt auf unserem Weg nach Uspallata machten wir in dem wunderschönen Barreal. Hier sagten wir beide zum ersten Mal, dass wir uns vorstellen könnten ein Grundstück zu kaufen Smiley. Die hohen, Schnee-bedeckten Gipfel der Cordillera Ansilta, das Pappel-, Eukalyptus- und Trauerweiden-gesäumte Städtchen mit den vielen Bächen, die durch die Wiesen gurgeln, waren einfach zu schön um wahr zu sein. Pferde, Maultiere und Ziegen grasten auf den saftigen Weiden und die Menschen grüßten freundlich. Wir können dem Zitat des Lonely Planet hier tatsächlich nur zustimmen, wenn er sagt “Barreal’s divine location makes it one of the most beautifully situated towns you’ll likely ever come across” Smiley. Wir jedenfalls waren verzaubert und freuten uns über den schönen, warmen Tag unter dem Frühlingsgrün der Pappeln.

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Barreal: Wein, schneebedeckte Berge und warmes Klima – was will man mehr?

Da uns die Gegend sehr gut gefiel und ein wenig besuchter Nationalpark mit “free campspots” direkt vor Barreals Haustür lag, fuhren wir nach einem Provianteinkauf die paar Kilometer in den Parque Nacional El Leoncito. Der hübsche, aber kleine Nationalpark in den Bergen dient als Schutzgebiet für den hier vorkommenden Puma. Gesehen haben wir ihn während unserer zwei Tage hier jedoch nicht, sollten im Rangerbüro des Nationalparks aber eine Notfall-Nummer angeben, für den Fall, uns würde etwas passieren Smiley. Uns begegneten aber keine gefährlichen Tiere auf unserer Wanderung zu einem Wasserfall – wir konnten lediglich einen Raubvogel beobachten, wie er sich ein Meerschweinchen zum Mittagessen einverleibte.

Eigentlich hatten wir weiterhin vorgehabt eines der beiden Sternen-Observatorien im Nationalpark zu besuchen, doch die nette Park-Rangerin hatte uns schon bei der Ankunft gesagt, dass die Sternwarten nur bei Windstille und wolkenlosem Himmel die abendlichen Führungen anböten. Leider hatten wir das Glück, dass es an unserem ersten Abend bewölkt und am zweiten Abend viel zu windig war. Als wir am dritten Morgen dann von Wolken und Sturm begrüßt wurden, beschlossen wir nicht noch länger zu warten und zumindest vorerst auf eine professionelle Beobachtung des südlichen Sternhimmels zu verzichten.

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Der Blick vom “Parque Nacional El Leoncito” auf die Cordillera Ansilta.

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Überall gab es hohe Pappelwälder, deren frisches Grün in der Sonne strahlte.

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Einer unserer Stellplätze auf dem Weg nach Uspallata – außer Sand, Büschen und ein paar Kühen waren wir alleine.

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Dafür gab es in der kalten Wüste wunderschöne Ausblicke auf die nahen Berge.

Vom Nationalpark ging es dann durch die kühle, windige Wüste in Richtung Uspallata. Die polychromen Felsen der umliegenden Berge sollen hier stark an Zentralasien erinnern, so dass beispielsweise der Film “Sieben Jahre in Tibet” zum größten Teil in Uspallata gedreht wurde. Von diesem Städtchen aus windet sich der Pass von Mendoza in Richtung Santigao de Chile, und bietet eine der wenigen Möglichkeiten einen Blick auf den Cerro Aconcagua zu werfen. Der mit seinen 6.962m höchste Berg außerhalb Asiens liegt gut versteckt zwischen den ihn umgebenden Fünftausendern. Er ist auf Grund seiner “Seven Summit”-Zugehörigkeit sehr beliebt bei Bergsteigern aus alles Welt, so dass es in der kurzen Saison richtig voll werden kann. Bei Preisen von mindestens 8.000 US$ p.P. für eine organisierte, mehrtägige Besteigung des auf der Nord-Ost-Route als technisch nicht sehr anspruchsvoll geltenden Berges, hält sich unserer Ehrgeiz in Grenzen und wir sagen uns, dass er ja auch nur 954m höher ist als der Uturuncu in Bolivien. Da könnten wir 16.000 US$ (die wir leider sowieso nicht hätten) doch besser ausgeben!

Wir quartierten uns für eine Nacht auf dem Camping Municpal in Uspallata ein, trotzten dem steten Wind und der zunehmenden Bewölkung und wollten eigentlich am nächsten Tag hinauf in den Parque Nacional Aconcagua. Das Wetter schien am nächsten Morgen zunähst auch recht vielversprechend zu sein, aber weil uns ein Imbus-Schlüssel im Reifen steckte, ging der Besuch einer Gomeria mal wieder vor.

Während wir am Straßenrand vor der Gomeria die Reifen wechselten, hielt neben uns ein Toyota Landcruiser mit holländischem Kennzeichen. Der Belgier Richard stellte sich uns vor. Viel Zeit hätte er gerade nicht, wollte uns und den Pinzgauer (den er sofort als solchen erkannte) aber gerne auf seine “property” südlich von Mendoza einladen. Er selber sei mit einem Unimog 18 Jahre um die ganze Welt gefahren und hätte sich nun hier im Westen Argentiniens niedergelassen. Er müsste jetzt zwar erstmal drei Tage nach Chile, um für das Auto seines Freundes ein weiteres halbes Jahr Aufenthaltsgenehmigung für Argentinien zu bekommen, aber wenn wir in drei Tagen vorbeikämen, wäre er wieder da! Damit drückte er uns seine Visitenkarte in die Hand und war verschwunden.

Doch damit nicht genug  – nach unserem Besuch bei der Gomeria fuhren wir hinüber zur Tankstelle und begegneten dort gleich den nächsten Reisenden, einem allein-reisenden Schweizer, mit dem wir uns lange unterhielten und einem Schweizer Paar und ihrem Allrad T3. Wir hatten schon vermutet, dass man – je weiter man Süden kommt – mehr Reisende trifft … aber das das so schnell gehen würde?! Kein Wunder also, das nach dem Gequatsche mit den anderen Reisenden, die Hälfte des Tages schon um war.

Und als wir dann hinauf in die Berge fahren wollten, wies uns die Gendermeria Nacional, die an der Straße stand, darauf hin, dass es in den Bergen ein Unwetter gab. Der Pass nach Chile sei gesperrt. Da machten wir ihm klar, dass wir gar nicht nach Chile, sondern nur den Nationalpark besuchen wollten. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Denn als der Beamte dies hörte, wollte er uns schon gar nicht mehr fahren lassen – es wäre dort oben viel zu kalt und er würde uns dort nicht übernachten lassen können. Selbst der Hinweis auf unsere Standheizung konnte ihn nicht umstimmen.

Also drehten wir unverrichteter Dinge wieder um und fuhren im Osten von Uspallata in die bunten Berge. Zwischen grünen, lila-, pink-, weiß- und orange-farbenen Felsen verbrachten wir die Nacht und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage. Wir wollten nun zuerst einmal Mendoza besuchen, dann zurück zum Aconcagua kommen und anschließend Richard und seiner doch recht “ansprechend” aussehenden “property” (das Bild auf der Visitenkarte versprach so Einiges Zwinkerndes Smiley) einen Besuch abstatten.

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Auch Uspallata hat einen “Cerro de Siete Colores” – schade nur, dass die Farben bei dem bewölkten Himmel eher “zurückhaltend” erschienen.

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Auf der wunderschönen RP-13 Richtung Mendoza.

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Am Ende der RP-13 ging es hinab nach Mendoza, das im Staub und Dunst des heißen Tages in der Ebene vor uns lag.

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Überall in den Hängen blühten die Kakteen und es wurde wärmer und wärmer Smiley.

Und so kam es dann, dass wir am nächsten Tag über die, schöne Offroad-Strecke RP13 von Uspallata nach Mendoza fuhren, was sich als ein hartes Stück Arbeit herausstellte! Wir holperten vorbei an bunten Schluchten, gurgelnden Bächen und blühenden Kakteen und hinein in die wunderbare, langersehnte Wärme Mendozas mit seinen endlosen Weinbergen, Obstplantagen und Platanenalleen …

… und uns beschlich die Ahnung, dass es hier recht nett werden könnte Smiley.

Bis zum nächsten Bericht,

K+F

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5 Gedanken zu „Wüste, Wein und wirklich gutes Fleisch … wir sind zurück in Argentinien

  1. Sonja und Karlheinz

    Hallo Ihr Zwei
    Und immer wieder geniessen wir eure wunderbaren Reiseberichte und das Fernweh wird
    immer grösser.
    Endlich, am 29.11.13 konnten wir unseren El Escudero in Basel in einen Container mit
    Zielhafen Valparaiso verladen. Nun hoffen wir dass wir unser Fahrzeug ca. am 6.1.14
    in Valparaiso in Empfang nehmen können.
    Wir wünschen euch noch eine schöne und unfallfreie Reise.
    Vielleicht kommt es ja nächstes Jahr zu einem Pinzgauertreffen in Südamerika.
    Sonja und Karlheinz

  2. Kristin und Paul

    Hallo Ihr beiden,

    das ist mal wieder ein schöner, neuer Bericht.
    Beim Lesen dieses und des letzten Berichtes war es für uns sehr schön, nochmal an die mit Euch verbrachte Zeit erinnert zu werden.
    Es gab soviel zu sehen, das die knapp 3 Wochen eigentlich viel zu kurz waren.
    Nochmal vielen Dank, das wir das Stück auf Eurer Reise mitfahren durften. Es war ein wirklich besonderes Erlebnis.
    Wir wünschen Euch noch eine schöne restliche Zeit und hoffen, daß Ihr gesund und ohne Pannen wieder nach Hause kommt.

    Mama, Papa und Kristin

  3. Wolfgang

    Eigentlich sollte ich eure Reiseberichte gar nicht lesen… das weckt nur das Reisefieber (und viele Erinnerungen).

    Eine schöne Strecke habt ihr zusammengestellt, das waren sicherlich die Highlights von Nord-Chile und dem Osten Argentiniens.

    Wolfgang

  4. Johannes K

    …ganz im Gegenteil zu Wolfgang sehe ich eure Bilder und Berichte nicht als Auslöser von „Fieber“ sondern als Trost und Heilmittel nach dem verkorksten „Laos-Wochenendurlaub“! Bei Euch „mitzureisen“ ist nicht nur schmerzfrei, sondern fast so schön wie selber reisen und ich hätte persönlich nichts dagegen, wenn ihr noch ein paar Jährchen 😉 weiterreisen und berichten würdet. Nicht, dass ich mich nicht auf eure Rückkehr freuen würde, aber etwas wird mir dann bestimmt fehlen…

    ganz liebe Grüße bis zur nächsten guten Internetverbindung

    Johannes

  5. rosi und klaus

    salutos Ihr Zwei,
    jetzt war es schlimm Euren Bericht zu lesen. Das Fernweh kam und obwohl wir die Strecke fast so kennen wir Ihr sie gefahren seid, möchten wir sie nocheinmal fahren . Die Gegend um Jujui ,Salta, bis runter nach Cafayate ein Traum. Wunderschön habt Ihr es beschrieben, so wie Ihr jeden Bericht schreibt, einfach zum mit fahren.
    Und die Bilder, Toll!!
    Wir freuen uns, das es Euch gut geht.
    geniest die Zeit in Südamerika und vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder, wer weiss!!

    abrazo Rosi und Klaus Chaco PY

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